EU exportiert die meiste Gerste

Die globale Gerstenerzeugung 2010/11 ist die kleinste seit vier Jahrzehnten. Ernteausfälle und Flächeneinschränkungen kommen zusammen. Der Internationale Getreiderat IGC schätzt einen Rückgang der globalen Erzeugung gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent auf weniger als 124 Mio. t. Russlands Gerstenerzeugung ist im Jahresvergleich nur halb so groß. Erhebliche Rückgänge gibt es auch in der Ukraine (minus 25 Prozent) und in Kanada (minus 13 Prozent).

Für die EU als größtem Erzeugungsland nennt der IGC einen Rückgang um 14 Prozent auf rund 53 Mio. t. Die EU wird 2010/11 trotz der kleineren Ernte voraussichtlich mit 5,2 Mio. t das größte Exportland für Gerste werden, weil die Konkurrenz aus Russland und der Ukraine fehlt. Außerdem verfügt die EU zum letzten Mal über Interventionsbestände. Als Nummer 2 unter den Weltmarktanbietern nennt der IGC Australien mit Exporten 2010/11 von 4,2 Mio. t. Auf der Südhalbkugel muss die Gerstenernte allerdings noch eingebracht werden. (db)
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