EU fühlt sich für WTO-Treffen gestärkt

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Die WTO-Ministerkonferenz in Katars Hauptstadt Doha hat gestern Abend begonnen, nachdem der Anlauf zu einer Liberalisierungsrunde vor zwei Jahren im US-amerikanischen Seattle gescheitert war. Im Agrarsektor stünde die EU nicht mehr so mit dem Rücken zur Wand wie noch während der Uruguay-Runde des Gatt, meinte EU-Agrarkommissar Fischler. Nach der Reform der eigenen Agrarpolitik und durch verstärkte Agrarsubventionen in den USA könne die EU inzwischen auch mal die Initiative während der Verhandlungen ergreifen. Der Textentwurf für eine ministerielle Erklärung von Doha sei eine gute Grundlage. Allerdings könne sich die EU nicht auf die Formulierung einlassen, dass die Exporterstattungen für Agrarerzeugnisse auslaufen sollten. Dies sei eine unzulässige Vorwegnahme eines Verhandlungsergebnisses. (Mö)
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