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Brüssel/Mö, 20. Februar - Im Hormonstreit müssen die EU, die USA und Kanada darauf einigen, in welcher Zeit die Europäer das Urteil des WTO-Schiedsgerichtes aus Genf umsetzen müssen. Dies wird wegen der unterschiedlichen Auslegung des Urteils nicht leicht werden. Die USA werden der EU die üblichen 15 Monate geben wollen, damit die Europäer das nach ihrer Ansicht illegale Hormoneinfuhrverbot aufheben können. Die EU möchte dagegen eine neue Risikoanalyse zu den Gefahren durch Hormonfleisch dem Schiedsgericht vorlegen und verlangt dafür eine sehr viel längere Zeit als 15 Monate. Können sich die Parteien nicht bis Mitte Mai bilateral über eine Umsetzungsperiode einigen, entscheidet wiederum ein WTO-Schiedsrichter über die Frist.
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