EU hilft bei Vernichtung von Altlasten


In Staaten der ehemaligen Sowjetunion befinden sich große Mengen unbrauchbarer Pflanzenschutzmittel. Die EU beteiligt sich an einer Aktion, um die Bestände zu vernichten. Zusammen mit der UN-Landwirtschaftsorganisation FAO sind rund 7 Mio. € mobilisiert worden, um in den kommenden vier Jahren Pflanzenschutzmittel, die nach heutigen Maßstäben als gefährlich gelten, sicher zu entsorgen.

Die FAO schätzt, dass sich rund 200.000 t solcher unbrauchbarer Mittel in zwölf Staaten befinden, die früher zur Sowjetunion gehörten. Die Länderliste reicht von Armenien über Kasachstan, die Ukraine und Russland bis nach Usbekistan. Die FAO warnt, dass es sich zum Teil um giftige Stoffe handelt, und dass sie sich darüber hinaus in „zehntausenden" ungeschützter Lagerstätten befinden. Dadurch entstehen nach Einschätzung der Organisation hohe Gefahren für die Gesundheit der Anwohner und für die Umwelt.

Die EU unterstützt die Anstrengungen im Rahmen ihrer Nachbarschaftspolitik mit den Staaten in Osteuropa und Zentralasien. Sie stellt auch mit 6 Mio. € den größten finanziellen Beitrag für das Projekt. Die Initiative wird unterstützt von der Weltgesundheitsorganisation und internationalen Umweltgruppen sowie der Pflanzenschutzmittelindustrie. (db)
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