EU importiert weniger Mais


Das Interesse an Weizeneinfuhren in der EU ist hoch. Dagegen hat sich die Nachfrage für Mais aus Drittländern abgeschwächt. Die EU-Kommission berichtet von Importlizenzen über rund 644.000 t Weichweizen, die in der Woche vom 7. bis 13. Oktober beantragt worden sind. Händler aus Spanien und den Niederlanden waren die größten Nachfrager. Deutsche Händler waren nur mit 21.800 t dabei. Insgesamt summieren sich die Importlizenzen 2009/10 für Weichweizen bis zur Wochenmitte auf mehr als 1,73 Mio. t. Es handelt sich allerdings um übliche Mengen, denn in den beiden Vorjahren waren zu diesem Zeitpunkt ähnliche Lizenzen gezogen worden. Höher als in den Vorjahren ist 2009/10 nur der Bedarf an Importen von Hartweizen.

Bereits ausgeschöpft ist das Importkontingent für Weizen niedriger und mittlerer Qualität für den Zeitraum Oktober bis Dezember 2009. Schon beim ersten Einreichungstermin für die Einfuhr dieser vierteljährlich zugeteilten Menge von 600.000 t Weizen in die EU wurden alle Lizenzen vergeben. Die nächste Ausschreibung erfolgt im Januar. Insgesamt beläuft sich das Importkontingent für das Wirtschaftsjahr 2009/10 auf 2,4 Mio. t Weizen, verteilt auf vier Quartale. 

Ruhiger als im Vorjahr laufen die EU-Maiseinfuhren. Mit Lizenzen über 573.000 t bis Mitte Oktober erreichen sie 2009/10 nur etwa ein Drittel des Vorjahresvolumens. Verkauft ist mittlerweile die Restmenge von knapp 2.000 t Mais aus ungarischen Interventionsbeständen. Damit endet diese Ausschreibung. (da)
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