EU-Ölsaatenfläche 2000 rückläufig

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Die Rapsfläche der anstehenden Ernte liegt in der EU 15 um 12,1 Prozent unter jener des Vorjahres. Dies schätzt Coceral, der Europäische Verband des Getreidehandels in Brüssel. In den größten Anbauländern Deutschland, Frankreich und Großbritannien ginge die Fläche um jeweils rund 100.000 ha zurück. Insgesamt vermindere sich die Ölsaatenfläche um 10 Prozent in der EU, weil der Rückgang bei den Sonnenblumen (minus 7,7 Prozent) und beim Soja (minus 5,8 Prozent) nicht so stark ausgeprägt sei wie beim Raps. Das geringere Interesse der Erzeuger am Ölsaatenanbau führte Copa/Cogeca, der Europäische Dachverband der nationalen Bauern- und Genossenschaftsorganisationen, am vergangenen Freitag im Beratenden Ausschuss Ölsaaten in Brüssel auf die Agenda 200 zurück. Die Flächenprämie für Ölsaaten ginge um rund 15 Prozent zurück. Außerdem seien die Aussaatbedingungen für das zumeist lukrativere Getreide im Herbst 1999 sehr günstig gewesen. Der Vorteil des Anbaurückganges sei, dass keine Prämienkürzung durch die Überschreitung der Garantiefläche drohe. Den Ölsaatenanbau auf "Stilllegungsflächen" schätzten die Branchenverbände im Beratenden Ausschuss auf 800.000 bis 850.000 ha in der EU 15. Daher sei auch hier nicht damit zu rechnen, dass die Grenze von 1 Mio. t Sojaschrotäquivalente für Non-Food-Ölsaaten erreicht werde. (Mö)
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