Eurotier: Futtermittel

EU schöpft Potenzial von gentechnikfreiem Soja nicht aus

Im vergangenen Wirtschaftsjahr wurden weltweit nur noch 13 Prozent an Sojabohnen ohne Gentechnik erzeugt, berichtete Ovid, der Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland, auf der Eurotier in Hannover. Theoretisch könnte die Europäische Union ein Viertel der weltweiten Produktion beziehen. Doch dies würde gerade einmal ein Viertel des EU-Bedarfs von 33 Mio. t Sojaschrot decken. Die Ursache für das Defizit sind logistische Probleme. Hinzu käme die fehlende Infrastruktur in den Erzeugerländern, die die Ausschöpfung des gentechnikfreien Potenzials verhinderten, so Ovid gestern auf der Eurotier.

Anteil von Donausoja ist gering

Die heimische Sojaproduktion wird als Alternative gepriesen. In der EU ist die Verfügbarkeit von Sojabohnen durch den gentechnikfreien Anbau in der Donauregion und Südosteuropa auch angestiegen. Doch 2015/16 wurden gerade einmal 2,3 Mio. t Sojabohnen in der EU und knapp 2,8 Mio. t in Europa produziert. Somit belibt die wichtigste heimische Eiweißkomponente Rapsschrot. (St)
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