EU schützt Masthühner besser


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Auf Besatzdichten für Masthühner hat sich der EU-Agrarministerrat am Montag in Brüssel geeinigt. In kommerziellen Haltungen darf ab 2010 eine Obergrenze von 33 kg/m2 nicht überschritten werden. Allerdings gibt es Ausnahmen für gut ausgerüstete Ställe. Auf bis zu 39 kg/m2 darf die Bestandsdichte in Ställen ansteigen, in denen die Belüftung die Werte für Ammoniak und Kohlendioxid in der Luft unter bestimmten Werten hält. Nach den Aufzeichnungen im Schlachthaus soll die Mortalität in den Masthühnerbeständen kontrolliert werden. Eine 3. Stufe der Besatzdichte wird schließlich Betrieben gewährt, die den Tierschutz in besonderem Maße im Griff haben. Ab einer Mortalität von unter 3 Prozent in sieben aufeinander folgenden Stallbesetzungen dürfen zu den 39 kg/m2 noch weitere 3 kg/m2 hinzukommen.

Der deutschen EU-Ratspräsidentschaft ist es gelungen, eine Einigung zu erzielen, um die sich mehrere Vorgänger vergeblich bemüht hatten. Frankreich hat seine fundamentale Opposition gegen einen verschärften Tierschutz aufgegeben. Jetzt gibt es die ersten gemeinsamen Regeln für die Masthähnchenhaltung in der EU. In Deutschland hat die Branche bisher schon freiwillig eine Obergrenze von 35 kg/m2 praktiziert. (Mö)

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