EU sieht keinen Getreideengpass in Russland

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In Russland drohten zur Zeit keine drastischen Versorgungsmängel an Getreide. Weitere kostenlose Nahrungsmittelhilfen seien deshalb nicht nötig, erklärte Agrarkommissar Franz Fischler auf dem Ministerrat am Montag in Brüssel. Im Juli hatten inzwischen entlassene Regierungsvertreter um 9 Mio. t Futtergetreide von der EU gebeten. Russland habe in diesem Jahr mit 60 Mio. t wieder eine bessere Ernte eingefahren als im Vorjahr mit nur 48 Mio. t, analysierten Kommissionsdienststellen. Das seien zwar noch 10 Mio. t weniger als der veranschlagte Bedarf über 70 Mio. t in Russland. Den Restbedarf könne das Land aber vom Markt beziehen, meinte Fischler, zumal der Rubel wieder sehr viel stabiler gegenüber dem Dollar sei. (Mö)
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