EU und Mexiko unterzeichnen Freihandelsabkommen

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Die EU und Mexiko werden am heutigen Donnerstag in Lissabon ein Freihandelsabkommen unterzeichnen. Es soll am 1. Juli 2000 in Kraft treten und sieht einen vollständigen Zollabbau für Industriegüter bis zum Jahre 2007 vor. Die wichtigsten Agrarhandelsgüter wie Getreide, Milchprodukte und Fleisch sind ausgenommen. Mexiko weigert sich, seine Märkte für Agrargüter zu öffnen, für die die EU Ausfuhrerstattungen gewährt. Die möglichen Exporte von Milchpulver, Butter oder Käse kann die EU durch das Freihandelsabkommen also nicht erhöhen. Lediglich für Wein und Spirituosen haben die Mexikaner den Marktzugang verbessert. Die EU wird die Einfuhrzölle für Malz zwischen 2000 und 2009 in neun Schritten abbauen. Dafür hat Mexiko die Ursprungsregeln der EU akzeptiert. Diese sollen verhindern, dass zum Beispiel Malz aus kanadischer Gerste zollvergünstigt aus Mexiko importiert wird. Für das Futtermittel Rohrzuckermelasse wird es ein zollfreies Einfuhrkontingent in die EU über 275.000 t geben. Mexiko darf zudem 30.000 t Honig zum halben Zollsatz in die EU ausführen, das ist weit mehr als heute verkauft wird. Im Jahr 2003 soll im Rahmen des Freihandelsabkommens nochmal über den Agrarsektor verhandelt werden. (Mö)
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