EU und USA nähern sich in WTO-Fragen an

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Um eine neue WTO-Handelsrunde bemühen sich zurzeit die EU und die USA. Sie soll im kommenden November in der arabischen Stadt Doha auf den Weg gebracht werden, nachdem der erste Versuch in Seattle gescheitert ist. EU-Handelskommissar Pascal Lamy und der US-Handelsbeauftragte Robert Zoellik diskutierten zu Beginn der Woche in Washington eine mögliche Themenliste für die WTO-Handelsrunde. Dabei soll mehr Verständnis füreinander als vorher üblich geherrscht haben. Beide betonten die Notwendigkeit einer neuen Runde, die unbedingt die Interessen der Entwicklungsländer stärker berücksichtigen müsse. Insbesondere die armen Länder sollten Zugang zu den Märkten der Industrieländer bekommen, um am allgemeinen Wohlstand teilhaben zu können. Auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Genua wollten auch weitere wichtige Industrienationen wie Japan ihr Interesse an einer neuen Runde bekräftigen. (Mö)
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