Wirtschaftsförderung

EU unterstützt 350 Start-Ups

Food gewinnt
Das Europäische Institut für Innovation und Technologie (EIT) ist eine Gründung der EU mit dem Ziel, die Zusammenarbeit der leistungsfähigsten Institute, Universitäten und industriellen Forschungszentren zu stärken. Um innovative Spitzenforschung und die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu fördern finanziert das EIT seit 2009  Netzwerke von Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen, die sich in einem europäischen Wettbewerb um die Gelder bewerben können. EIT Food hat jetzt den Zuschlag bekommen. (kbo)
Europaweit haben sich 50 Universitäten, Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Verbundprojekt „EIT Food“ zusammengefunden. Das Ziel ist, den Lebensmittel-Sektor kundenorientierter, ökologischer und wettbewerbsfähiger zu machen. Über zehn Jahre lang wird das Netzwerk mit mehr als 1,5 Mrd. € aus öffentlichen und privaten Mittel gefördert.

Landmaschinenhersteller mit im Boot

Das Wissenschafts- und Konjunkturprogramm soll helfen, Forschungsergebnisse aus dem Lebensmittelsektor schneller in marktfähige Technologien, Produkte und Dienstleistungen zu überführen. Diese sollen sich insbesondere an den Bedürfnissen von Verbrauchern und auch ökologischen Maßstäben orientieren. Neben Unternehmen wie John Deere, Bosch, PepsiCo und Nestlé sind auch die Universitäten München und Hohenheim Teil des Netzwerkes. Konkret sollen über EIT Food 350 Startups und neue Technologien im Agrarbereich, die über Ertrags- und Effizienzsteigerung hinaus gehen, unterstützt werden.

Nachholbedarf

„Was Innovationen betrifft, gibt es im Vergleich zu anderen Branchen jedoch erheblichen Nachholbedarf. Die Pharmaindustrie investiert zum Beispiel 10 Prozent ihres Gewinns in Forschung und Innovation. Im Lebensmittelbereich liegt diese Reinvestition gerade einmal bei 0,3 Prozent", erklärt der Lebensmittelwissenschaftler Prof. Weiss von der Universität Hohenheim, der den neuen Verbund mit auf den Weg gebracht hat. Dabei stünden Europas Unternehmen in hartem Wettkampf mit der Konkurrenz aus Übersee. Dies werde sich laut Weiss weiter zuspitzen. (kbo)



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