EU unterstützt afrikanische Baumwollproduzenten

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Die EU-Kommission nimmt sich den Interessen der afrikanischen Baumwollproduzenten an. Handelsverzerrende Stützungen für die Baumwollerzeuger in den Industrieländern müssten dringend abgebaut werden, schloss sich am Donnerstag in Brüssel EU-Handelskommissar Pasquale Lamy den Forderungen von Benin, Burkina Faso, Mali und vom Tschad an. Vor allem müssten sich die USA bewegen, die mit Preisausgleichszahlungen für Baumwolle mit für den Preisrückgang verantwortlich seien.

Aber auch die EU wolle nach einer Reform die Prämien für ihre Baumwollerzeuger entkoppeln, so Lamy. Die ärmsten Länder sollten zudem einen besseren Marktzugang für Baumwolle und für Textilien in die EU bekommen. Außerdem stellte der Kommissar einen Aktionsplan vor, mit dessen Hilfe die häufig vorhandene Abhängigkeit der Entwicklungsländer von einzelnen Agrarprodukten im Export vermindert werden soll. Zudem sollen Entwicklungsländer verstärkt Unterstützung von der EU bekommen, wenn sie durch Preisschwankungen für Agrarprodukte auf dem Weltmarkt Verluste erleiden sollten. (Mö)

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