EU verklagt Argentinien


Argentinien lässt Waren nur noch mit vorherigen Einfuhrlizenzen ins Land. Die EU-Kommission klagt gegen die Handelshemmnisse vor der Welthandelsorganisation (WTO). „Das Klima für Handel und Investitionen in Argentinien verschlechtert sich zusehends", beklagte am Freitag in Brüssel EU-Handelskommissar Karel De Gucht. Der EU bleibe gar nichts anderes übrig, als gegen den Protektionismus vorzugehen und vor der WTO zu klagen. Einfuhrlizenzen seien nur unter schweren Bedingungen zu bekommen und dem Verfahren fehle es an Transparenz, bemängelt die Kommission. Zudem werde gefordert, die Lieferungen nach Argentinien mit Käufen von einheimischer Ware auszugleichen. Argentinien drängt zudem darauf, die Einfuhrzölle aller zusammengeschlossenen Mercosurstaaten zu erhöhen. Die Verhandlungen der EU mit den Mercosurländern um ein Freihandelsabkommen treten unter anderem wegen der Uneinigkeit der Südamerikaner auf der Stelle. (Mö)  
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