EU will Handel mit Tunesien erleichtern

Die EU-Kommission strebt den Freihandel mit Tunesien an. Dies schließt auch die Landwirtschaft mit ein. EU-Kommissionspräsident Manuel José Barroso möchte die Entwicklung des Landes unterstützen. In einem Treffen mit dem tunesischen Premierminister Hamadi Jebali am Donnerstag in Brüssel hat Barroso eine sogenannte „privilegierte Partnerschaft" angeboten. Der Handel zwischen der EU und Tunesien soll von Einfuhrzöllen und anderem Hemmnissen möglichst befreit werden. Neben der Fischerei und dem für den Tourismus wichtigen Luftfahrtsektor geht es vor allem um die Landwirtschaft. Im Obst- und Gemüsesektor ist Tunesien sehr wettbewerbsfähig. Ziel sei ein Freihandelsabkommen, betonte Barroso. Als konkrete Hilfe bietet die Kommission 400 Mio. € für die Jahre 2012 und 2013 an. Sein Land brauche mehr, signalisierte Jabali, um seine Wirtschaft anzukurbeln und das Problem der Jugendarbeitslosigkeit in den Griff zu bekommen. Tunesien wisse aber auch um die schwierige Haushaltslage in der EU. (Mö)
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