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EU-Agrarkommissar Franz Fischler gab dem Drängen der irischen Farmer- und Regierungsvertreter im Streit um eine nationale Kompensationszahlung nach. Rund 76 Mio. Euro sollen den so genannten "Verlierern" des neuen Förderschemas in benachteiligten Gebieten zugute kommen, berichtete der AIZ-Pressedienst, Wien. Im Rahmen der Agenda 2000 wurde das Förderschema für benachteiligte Gebiete von der Bemesssungsgrundlage Großvieheinheit auf Fläche umgestellt. Dadurch hätten rund 20.000 Farmer jährlich bis zu umgerechnet rund 2.900 Euro Fördergeld verloren. Die Einkommensverluste sollen im kommenden Jahr zu 90 Prozent kompensiert werden, zu 80 Prozent im Jahr 2002 und zu 50 Prozent im Jahr 2003. Zusammen mit den nationalen Fonds stehen den irischen Farmern nun insgesamt etwa 228 Mio. Euro zur Verfügung. Großbritannien ließ die Einigung aufhorchen, da es in vier Regionen ähnliche Probleme hat wie Irland. Die britische Regierung forderte bereits in Brüssel, in dieser Frage genau so behandelt zu werden wie Irland. (ED)
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