Tierschutzlabel

Edeka Südwest sucht Schweinehalter

Edeka Südwest plant sein Angebot von Schweinefleisch der Premiumstufe mit dem Tierschutzlabel „Für mehr Tierschutz“ weiter auszubauen. Grund für die Entscheidung sei die hohe Akzeptanz bei den Verbrauchern, erklärt der Deutsche Tierschutzbund, der das Label entwickelt hat.

„Wir freuen uns, dass Edeka Südwest bereit ist, dem Tierschutzlabel mehr Platz im Sortiment einzuräumen“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Anerkennung verdient auch, dass das Land Baden-Württemberg die Förderprogramme im Sinne des Tierschutzes angepasst habe. So wurden die Förderkriterien für eine tiergerechte Haltung von Masthühnern und Schweinen in Baden-Württemberg an den Anforderungen des zweistufigen Tierschutzlabels „Für Mehr Tierschutz“ (Einstiegsstufe und Premiumstufe) ausgerichtet.

Zeichen für verantwortungsvolle Tierhaltung setzen

Seit Anfang 2015 ist Edeka Südwest Markenlizenznehmer des Tierschutzlabels. Unter einer Eigenmarke bietet das Handelsunternehmen entsprechende Produkte der Premiumstufe schon seit 2013 in seinen Bedientheken an. „Es ist unser Ziel, gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund ein Zeichen für mehr Tierschutz und eine verantwortungsvolle Tierhaltung zu setzen“, sagt Jürgen Mäder, Geschäftsführer Edeka Südwest Fleisch. Aufgrund der positiven Resonanz der Kunden, werde das Programm in den kommenden Monaten erheblich ausgeweitet.

Anfang 2015 nahmen zwei Mastbetriebe und etwa 60 Edeka-Märkte, die das Fleisch in der Bedientheke angeboten haben, an der Premiumstufe des Programms teil. Derzeit sind es vier Mastbetriebe und rund 90 Edeka-Märkte. Über zehn weitere Betriebe sollen bis spätestens Mitte 2016 auf die Premiumstufe umgestellt sein.

Langfristige Abnahmeverträge

Für den weiteren Ausbau des erfolgreichen Programmes durchlaufen derzeit mehrere Betriebe einen aufwändigen Umstellungsprozess, der für eine Zertifizierung nach den Kriterien der Premiumstufe des Tierschutzlabels erforderlich ist. Edeka Südwest setzt dabei – branchenunüblich – auf langfristige Abnahmeverträge, um die Landwirte bei den investitionsintensiven Umbaumaßnahmen zu unterstützen. Das Unternehmen ist darüber hinaus auf der Suche nach geeigneten Sauenhaltern, Ferkelerzeugern und –aufzüchtern sowie weiteren Mastbetrieben, die für das Markenfleischprogramm in Frage kommen. (SB)
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