Ausnahmegenehmigung

Edeka und Tengelmann drängen auf Fusion


Im Fusionskontrollverfahren um die Abgabe der Kaiser’s Tengelmann GmbH an den Edeka-Verbund haben beide Unternehmensgruppen in dieser Woche gemeinsam eine Ministererlaubnis beim Bundeswirtschaftsminister beantragt. "Wir sind überzeugt, dass die tatsächlichen gesamtwirtschaftlichen Vorteile unseres Fusionsvorhabens die rein wettbewerbsrechtlichen Kritikpunkte des Bundeskartellamtes weit überwiegen", begründete Karl-Erivan Haub, geschäftsführender Gesellschafter der Tengelmann-Gruppe die Entscheidung.

Das Ministerium hat nun vier Monate Zeit, über den Antrag auf Ministererlaubnis zu entscheiden. Falls der Antrag nicht bewilligt wird, bleibt den Unternehmen noch die Option zu klagen.

Anfang April hatte das Bundeskartellamt Edeka verboten, die 450 Filialen des Konkurrenten Kaiser’s Tengelmann zu übernehmen. Vor allem im Großraum Berlin, in München und Oberbayern sowie in nordrhein-westfälischen Großstädten will das Kartellamt eine zu starke Stellung der Marktfüherer Rewe und Edeka vermeiden. (has)
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