Vertikalisierung

Edeka verarbeitet Milch selbst

Der größte deutsche Lebensmittelhändler Edeka steigt nun auch in die Milchverarbeitung ein. Edeka engagiert sich bei der Allgäuer Milch Käse eG, berichtet die Lebensmittelzeitung (LZ) und wählt dabei einen ungewöhnlichen Weg. Der Handelsriese wird Mitglied der Molkereigenossenschaft.

Über die Gründe für die Entscheidung der Edeka wird in der Branche spekuliert. Mit dem Einstieg in die Produktion könnten Edeka versuchen, seine Verhandlungsposition gegenüber anderen Molkereien zu verbessern, vermutet die LZ. Edeka stärke gezielt einen kleineren Betrieb, um die großen Player unter Druck zu setzen. Es gehe Edeka aber auch darum, sich in einem Markt mit starken Angebots- und Preisschwankungen den Rohstoff Milch zu einem stabileren Preis zu sichern. Außerdem gewinne Edeka so einen besseren Einblick in die Produktionsstrukturen, Kosten und Prozesse der Milchverarbeitung.

Mit dem Einstieg bei der AMK setzt Edeka seine Strategie der Vertikalisierung fort. Bisher unterhält der Handelskonzern eigene Produktionsstätten für Fleisch, Wurst, Backwaren, Mineralwasser, Obstsaft und Wein. (SB)
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