Effiziente Qualitätssicherung für Saatguterzeuger

Das brancheninterne Qualitätssicherungssystem (QSS) für die Saatguterzeugung muss überdacht werden.

Auf der Jahrestagung des Bundesverbandes Deutscher Saatguterzeuger (BDS) heute in Trier forderte der erste Vorsitzende Dr. Gerhard Schilling ein Überdenken der bisherigen Verfahrensweise. „Wenn wir zukünftig nicht von jedem Züchter einzeln auditiert werden wollen, müssen wir ein effizientes System auf die Beine stellen, in dem klare Vorgaben konsequent umgesetzt werden“, so sein Credo.

Die derzeitige Handhabung von QSS sei nicht transparent und führe durch die inkonsequente Umsetzung sogar zu Wettbewerbsverzerrungen. Auch die Zertifizierung von Getreidebeizstellen geht Schilling zu langsam, zudem fehle ein gesetzlicher Rahmen.

„Wir können nicht in vorauseilendem Gehorsam investieren. Saatgutbranche, Politik, aber auch die Beizmittelindustrie stehen hier mit in der Verantwortung“, so seine Einstellung. Ein durch Beizstäube ausgelöstes Bienensterben dürfe sich nicht wiederholen.

Saatgutbeizungen für Z- Saatgut und Nachbau sollten schnellstmöglich nur noch auf zertifizierten Anlagen möglich sein. Auf der Veranstaltung wurde Schilling in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender für die kommenden drei Jahre bestätigt. (dg)
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