Efsa verteidigt Mon810


Das Anbauverbot für den gentechnisch veränderten (GV-)Mais Mon810 in Frankreich ist wissenschaftlich unbegründet. Gutachter der EU-Kommission schließen Risiken weiterhin aus. Die Europäische Lebensmittelbehörde (Efsa) hat in dieser Woche in Parma ihre Stellungnahmen zum französischen Anbauverbot vorgelegt. Die Gutachter kommen zu dem Ergebnis, dass von Mon810 keine Risiken für die Umwelt und für die menschliche Gesundheit ausgehen. Die Veröffentlichungen, auf denen Frankreich sein erneutes Verbot in diesem Jahr fußt, weist Efsa zurück. Diese Veröffentlichungen seinen bekannt und wurden von Frankreich schon zur Begründung der Schutzklausel im Jahr 2008 verwendet.

Schon damals habe Efsa in ihnen keine Belege für erhöhte Risiken finden können, teilt die Behörde mit. Auch nach der Stellungnahme der Efsa werden von der EU-Kommission in der umstrittenen Angelegenheit keine raschen Maßnahmen gegen Frankreich erwartet. Im EU-Umweltrat diskutieren die EU-Mitgliedstaaten im Juni über nationale Anbauverbote für gentechnisch veränderte Organismen (GVO), die auch ohne wissenschaftliche Begründung ermöglicht werden sollen. (Mö)     
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