Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) will mögliche Langzeitfolgen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) unter die Lupe nehmen.  

Bei einem kürzlich stattgefundenen Direktoriumstreffen der Behörde hat sich Efsa-Chefin Catherine Geslain-Lanéelle dafür ausgesprochen, Langzeitstudien zur Verfütterung von GVO durchzuführen. Auf diese Weise sollen Forschungslücken geschlossen werden. Die Efsa habe die EU-Kommission aufgefordert, entsprechende Studien zu finanzieren, berichtet Agra Europe London.

Grund für den Vorstoß der Efsa ist die Studie französischer Wissenschaftler um Gilles-Eric Séralini. Diese hatten im September mit den Ergebnissen ihres Fütterungsversuchs Furore gemacht. Darin hatten sie einen Zusammenhang zwischen der Fütterung mit dem GV-Mais NK 603 und erhöhten Krebsraten bei Ratten hergestellt.

Die Efsa und nationale Behörden wiesen die Studienergebnisse von Séralini aufgrund methodischer Mängel entschieden zurück. Gleichzeitig erkannte die Behörde aber an, dass mögliche Langzeitfolgen zur Sicherheit von GVO besser untersucht werden müssten. (sch)

 

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