Jährlich steigen in Deutschland rund 600 Betriebe aus dem Öko-Landbau wieder aus. Eine Studie des von-Thünen-Instituts (vTI) hat sie nach ihren Motiven befragt.

Dr. Jürn Sanders vom vTI fordert bessere Rahmenbedingungen für Öko-Betriebe in Deutschland. So sollte die Förderung des Öko-Landbaus verlässlicher werden und die Richtlinien transparenter und praktikabler. Zudem müsse die Umstellungsberatung verbessert werden. Auch könnten vereinheitlichte und vereinfachte Öko-Kontrollen das Wachstum der Öko-Fläche in Deutschland voranbringen.

Das vTI hat gezielt nach Schwächen in der Umstellungsförderung gesucht, indem Aussteiger aus dem Öko-Landbau befragt wurden. Denn eigentlich soll eine Reihe von Maßnahmen Landwirte zur Umstellung auf ökologische Wirtschaftsweise bewegen, um der wachsenden Nachfrage nach Öko-Produkten gerecht zu werden. Allerdings können Rück-Umstellungen nicht vollständig vermieden werden, berichtet Sanders. Auch innerbetriebliche, familiäre und ökonomische Motive spielen ein Rolle für die Abkehr einzener Betriebe vom Öko-Landbau. (brs)
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