Dörfer verschönern und Breitbandschächte graben: Mehr als 12 Mio. € wäre die Arbeit der Landjugendlichen wert, die sie anlässlich ihrer Aktionswochen unentgeldlich leisteten. Damit gewinnt der BDL eine Wette mit Jugendministerin Manuela Schwesig.


Die Landjugend Neugalmsbüll hat Tulpen gepflanzt.
-- , Foto: BDL
Die Landjugend Neugalmsbüll hat Tulpen gepflanzt.
 Das Projekt "jugend.macht.land." will die Aufmerksamkeit auf das Engagement von jungen Menschen in ländlichen Räumen lenken. „Sie beleben ehrenamtlich ihre Region mit Gruppenstunden, Lehrfahrten, Podiumsdiskussionen, Ferienfreizeiten, Scheunenfesten und vielem mehr. Und das jeden Tag aufs Neue“, heißt es von Seiten des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL). Um zu verdeutlichen, wieviel das eigentlich wert ist, lief eine Wette mit Bundesjugendministerin Manuela Schwesig. Die Landjugend wollte innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens symbolische 10 Mio. € erarbeiten. Über das ehrenamtliche Engagement der 18 BDL-Landesverbände und Ortsgruppen kamen bis zum Stichtag 10. Oktober insgesamt 12.985.146 € zusammen „Das sind knapp drei Millionen mehr als im Wettvertrag mit Schirmherrin Manuela Schwesig stehen. Ihr seid großartig“, sagte die BDL-Bundesvorsitzende Kathrin Funk.

Fast 25.000 junge Menschen hatten sich an dem Projekt beteiligt. Sie renovierten Seniorencafés und Kinderspielplätze, gruben Schächte für Breitbandkabel, säuberten Waldwege oder halfen hunderte von neuen Knochenmarkspendern zu registrieren. Die Arbeitsleistung während der Aktionstage wurde mit einem symbolischen Stundenlohn von 10 € multipliziert. So ergibt sich die Summe von knapp 13 Mio. €. „Wir wollen zeigen, dass sich ländliche Räume auch in Zeiten des demografischen Wandels sehr wohl von uns gestalten lassen“, sagt Funk. (kbo)
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