Eigenkontrolle der Futtermittelwirtschaft ausdehnen


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Für eine Ausdehnung der Eigenkontrolle der Futtermittelwirtschaft sprach sich Dr. Rolf Kröchert vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Hannover, auf dem Futtermittelhandelstag der Bundesanstalt Burg Warberg gestern in Warberg aus. Dadurch könne der amtliche Apparat entlastet werden. Dieser solle sich nach seiner Ansicht vorwiegend um Sicherheitsaspekte von Futtermitteln bemühen, während qualitative Gesichtspunkte, wie beispielsweise die Prüfung von Inhaltsstoffen, den Firmen oder anderen Einrichtungen überlassen werden sollten. Derzeit werde die amtlichen Futtermittelkontrolle in Niedersachsen neu organisiert, erläuterte Kröchert weiter. Die bisher von Einrichtungen der Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalten (LUFA) durchgeführten Analysen sollen auf eine Außenstelle des neugegründeten Niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Stade übertragen werden. Das Landesamt selbst hat seinen Sitz in Oldenburg. Es soll ebenfalls die amtliche und rechtliche Zuständigkeit für die Kontrollen übertragen bekommen, die gegenwärtig von den jeweiligen Bezirksregierungen des Bundeslandes wahrgenommen werden.

Der Futtermittelshandelstag, den die Bundeslehranstalt Burg Warberg gemeinsam mit dem Deutschen Verband Tiernahrung (DVT), dem Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft (BVA) und dem Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse (VdG) erstmalig veranstaltet hat, ist auf Grund der positiven Resonanz auch für das nächste Jahr geplant. (jst)
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