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Bonn/ED, 16. Februar - Die geplante Hygiene-Verordnung für Schweinehaltungen dürfe nicht zu noch mehr kostenträchtiger Bürokratie führen. Dies erklärte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, vor dem DBV-Präsidium im Hinblick auf die geplante Einführung eines sogenannten "zugelassenen" Tierarztes. Vielmehr sei es erforderlich, daß die Eigenverantwortung des Landwirtes für die Gesundheit seines Schweinebestandes gestärkt werde. In der geplanten Hygieneverordnung ist für die Schweinehaltung die Schaffung eines "zugelassenen" oder "anerkannten" Tierarztes vorgesehen. Dieser soll den Schweinebestand mindestens zweimal im Jahr einer tierärztlichen Untersuchung unterziehen, die Führung des Bestandsregisters überprüfen, die Kennzeichnung der Tiere kontrollieren, produktionsbiologische Daten auswerten, die vom Landwirt durchgeführten eigenen Kontrollen überprüfen und weitere Aufgaben übernehmen. Damit soll das Hygieneniveau in den Schweinehaltungsbetrieben angehoben und der Einstieg in ein epidemiologisches Überwachungsprogramm vorgenommen werden.
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