1

Die Zulassung der Maisbeize Mesurol unter bestimmten Auflagen steht kurz bevor. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) bereitet derzeit eine Eilverordnung in Abstimmung mit dem Bundesjustizministerium vor. Neu ist, dass es jetzt nur noch eine einzige Verordnung geben soll, die sowohl das Inverkehrbringen von insektiziden Maisbeizen sowie die Aussaat von gebeiztem Maissaatgut regelt, infomierte eine BMELV-Sprecherin ernaehrungsdienst.de. Maissaatgut kann, sobald die Eilverordnung verkündet wird, wieder mit dem Wirkstoff Methiocarb, den das Beizmittel Mesurol enthält, behandelt werden. Allerdings gibt es einen bestimmten Grenzwert für den Abrieb, der nicht überschritten werden darf. Gerade dieser Punkt ist bei dem glatten Maiskorn sehr schwierig zu erfüllen. Zusätzlich wird es für das behandelte Saatgut bestimmte Auflagen bei der Aussaat geben. Dazu gehören auch geprüfte Sämaschinen. Eine erste Liste von Maissägeräten, die nachweislich die Abdrift von Beizstäuben effektiv mindern, wurde jetzt im Internetangebot des Julius-Kühn-Instituts (JKI) veröffentlicht. Die Zulassungen für die Wirkstoffe Chlothianidin (Poncho Pro), Imidacloprid (Gaucho) und Thiamethoxam (Cruiser 350 FS) ruhen weiter. Mesurol ist im vergangenen Frühjahr 2008 gemeinsam mit den anderen insektiziden Beizen auf Grund des Bienensterbens in Süddeutschland verboten worden. (da)
stats