Lebensmittel könnten global reichlicher verfügbar sein, gäbe es nicht so hohe Verluste oder Verschwendung. Internationale Organisationen wollen gegensteuern.

Einfache Maßnahmen vom Landwirt bis zum Verbraucher könnten die Verluste oder Verschwendung von Lebensmitteln „dramatisch" senken, meint die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO als eine der Initiatoren der neuen Kampagne „Think.Eat.Save. Reduce Your Foodprint".

Sie beziffert die globalen Verluste auf jährlich 1,3 Mrd. t oder ein Drittel der gesamten Erzeugung. Weniger Verschwendung nutze auch dem Klima, wirbt die FAO für die Initiative, an der außerdem das UN-Umweltprogramm UNEP beteiligt ist.

Verluste entstehen nach einer Analyse der FAO vor allem am Anfang der Wertschöpfungskette - also in der Landwirtschaft, der Verarbeitung und im Agrarhandel. Verschwendung dagegen beobachtet die Organisation vor allem im Lebensmitteleinzelhandel und beim Verbraucher selbst.
 
Die FAO möchte deswegen an beiden Stellen ansetzen. Verluste müssten durch bessere Technologien im Anbau, bei der Ernte, Lagerung und Verarbeitung gesenkt werden. Um die  Verschwendung einzudämmen, brauche es darüber hinaus mehr Aufklärung der Verbraucher.

In Deutschland läuft seit einem knappen Jahr die Informationskampagne „Zu gut für die Tonne" des  Bundesagrarministeriums (BMELV). Es weist darauf hin, dass in jährlich in Deutschland rund 11 Mio. t Lebensmittel als Abfall entsorgt werden. (az)
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