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Durch die geplante EU-Reform der Zuckermarktordnung könnten Österreichs Rübenbetriebe im Durchschnitt 12,2 Prozent und im Extremfall sogar 20 Prozent ihres Einkommens verlieren. Das dürfte innerhalb von fünf Jahren zu einem Ausstieg von einem Drittel der Betriebe aus dem Rübenanbau führen. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Auftrag der österreichischen Rübenbauern von der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft (AWI) durchgeführte Studie, zu der insgesamt 291 buchführende Betriebe und 124 Arbeitskreisbetriebe herangezogen wurden. Wie viele Betriebe nach In-Kraft-Treten der Reform überhaupt aus der Agrarproduktion aussteigen werden, sei jedoch noch nicht abzusehen, sagten der Präsident der Rübenbauern, Ernst Karpfinger, und Geschäftsführer Josef Pinkl bei einem Pressegespräch am Montag in Wien. Auf alle Fälle zeige die Studie aber, dass die Auswirkungen der Reform auf die Betriebseinkommen viel deutlicher sind, als es die meisten erwartet hätten. Nun rechnen die Rübenbauern damit, dass Betriebe mit einer Produktion unter 60 t nicht mehr konkurrenzfähig sein werden. Insgesamt gibt es in Österreich 9.500 Rübenbauern. (AIZ)
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