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Die Bruttoeigenerzeugung von Rindern und Kälbern ist im Wirtschaftsjahr 2000/01 gegenüber dem Vorjahr um knapp 12 Prozent auf 4,47 Millionen Tiere gefallen, schreibt die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Der Sachverständigenausschuss des Bundeslandwirtschaftministeriums (BML), Bonn, führt dies in seiner Stellungnahme zu den Ergebnissen der Mai-Viehzählung auf die BSE-bedingte geringe Abgabebereitschaft der Erzeuger zurück. Besonders deutlich war der Rückgang der Schlachtungen mit 20 Prozent bei Färsen und rund 16 Prozent bei Kühen. Die Kälbererzeugung sank um 14 Prozent auf 0,64 Millionen Tiere. Die Preisentwicklung bei Schlachtrindern stand ganz unter dem Einfluss der BSE-Fälle in Deutschland. Nachdem die Diskussion zum Frühjahr abflaute und die Nachfrage nach Rindfleisch zunahm, zogen vor allem die Preise für Jungbullen wieder an. Sie lagen aber im Juni für die Handelsklasse R3 dennoch um 19 Prozent niedriger als zur gleichen Vorjahreszeit. Bei Schlachtkühen R3 betrug der Preisrückstand 26 Prozent. Im Durchschnitt des Wirtschaftsjahres wurden für Rinder 3,96 DM/kg Schlachtgewicht erzielt, 11 Prozent weniger als im Vorjahr. (BS)
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