Glyphosat

Eingeschränkter Einsatz bereits Realität


Die Zulassung von Glyphosatprodukten ist derzeit auf zwei Anwendungsbiete beschränkt, betont Agrarminister Dr. Till Backhaus in einer Mitteilung seines Ministeriums. Das Präparat dürfe in der Vorerntebehandlung nur eingesetzt werden, wenn durch ungünstige Umstände auftretender Zwiewuchs die Getreideernte erschwere. Als weiteres zugelassenes Anwendungsgebiet beschreibt Backhaus Bestände mit starkem, sogenanntem Getreidelager, welches durch Starkregen und -wind ausgelöste werde.
Verboten sei  dagegen der Glyphosateinsatz zur Vereinheitlichung der Reife von Getreidebeständen. Dies werde auch von Landwirten und deren  Berufsverbänden so gesehen werden, so der Minister.
Die in seinem Bundesland durchgeführten Kontrollen durch den Landespflanzenschutzdienst (LALLF) hätten in diesem Jahr auf rund 100 Gerstenschläge  intensive Kontrollen vorgenommen. Ein Ergebnis sei, dass auf der überwiegenden Zahl der Gerstenflächen überhaupt kein Glyphosat eingesetzt worden war. Auf acht von 25 Gerstenfeldern seien von einer Glyphosatbehandlung auch Teilflächen ohne Indikation betroffen. Hierfür würden genauere Betriebskontrollen erfolgen.
„Wenn auf dreiviertel aller Fläche überhaupt kein Glyphosat eingesetzt wurde, obwohl in vielen Fällen die Voraussetzung dafür gegeben waren, zeigt dies, dass die Landwirte verantwortungsbewusst und mit Augenmaß Glyphosat anwenden", lautet die Schlussfolgerung des Ministers. (jst)
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