Einheitliche GVO-Regeln für EU notwendig


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Wenn die EU etwas für den Ökolandbau tun wolle, müsse sie schnell die letzten offenen Fragen zum GVO-Anbau klären. Dies forderten Deutschland, Dänemark, Österreich, Italien und sieben weitere Mitgliedstaaten auf dem EU-Agrarministerrat am Montag in Brüssel. Sie wiederholten die Forderung nach einer zentralen europäischen Regelung für die Koexistenz des GVO-Anbaus mit dem konventionellen Anbau in Europa. EU-Agrarkommissar Franz Fischler lehnt dies mit den unterschiedlichen Standortbedingungen in den einzelnen Mitgliedstaaten ab. Neue Hoffnung schöpfen die Anhänger einer zentralen Regelung, wenn die ehemalige dänische Landwirtschaftsministerin Mariann Fischer Boel den heutigen Kommissar Fischler ablösen wird. Fischer Boel hatte als nationale Ministerin eine einheitliche Koexistenz-Verordnung für Europa eingefordert, sich allerdings als designierte Agrarkommissarin noch nicht dazu geäußert. Die EU-Agrarminister verabschiedeten am Montag in Brüssel einstimmig einen Aktionsplan zur Förderung des Biolandbaus, an den die genannten Länder eine Erklärung zum GVO-Anbau hinzufügten.(Mö)
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