Einheitliches Siegel für Öko-Produkte


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Auf eine neue EU-Ökoverordnung verständigten sich die EU-Agrarminister auf dem Rat in Luxemburg. Danach müssen Öko-Produkte in der EU mit einem einheitlichen EU-Siegel gekennzeichnet werden. Nationale Labels oder Siegel von Anbauverbänden dürfen aber weiterhin verwendet werden. Im Ökolandbau gelten zukünftig die gleichen Obergrenzen für GVO wie im konventionellen Landbau. Kommt es zu zufälligen, unerwünschten Eintragungen von mehr als 0,9 Prozent GVO, dürfen diese nicht mehr als Öko-Produkte verkauft werden. Ökoverbände begrüßen diesen Grenzwert, der den Biolandbau nicht unnötig verteuert. Gentechnikgegner meinen dagegen, es gebe dadurch keinen gentechnikfreien Ökolandbau mehr. Vitamine und andere Futtermittelzusatzstoffe dürfen weiterhin mit gentechnisch veränderten Bakterien hergestellt werden, selbst aber keine GVO enthalten. Italien, Ungarn, Griechenland und Belgien stimmten wegen der GVO-Punkte gegen die EU-Ökoverordnung.(Mö)
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