Einheitliches Vorgehen bei MPA


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Um mit den gesperrten Betrieben in der EU-15 einheitlich umzugehen haben sich am Montag Vertreter aus den Niederlanden, Belgiens und Deutschlands mit der EU-Kommission getroffen. Die Niederländer erklärten sich ebenfalls bereit, den 7.500 Betrieben, in denen möglicherweise Mischfuttermittel mit niedrigen Hormonbelastungen verfüttert wurden, Probeschlachtungen und -tests vorzunehmen. Bisher wurden dort nur Futtermittel sicher gestellt und ansonsten auf Zeit gesetzt. In diesen niederländischen Betrieben, die bei der EU-Kommission als Strang 2 und 3 bezeichnet werden, wurden bisher 600 Stichproben an Schweinen vorgenommen, bei denen sämtliche Ergebnisse negativ waren.

Kontroverser verlief die Diskussion zwischen den hauptsächlich betroffenen Mitgliedstaaten über die Vorgehensweise in den 58 niederländischen Betrieben, die direkt hochbelastete Flüssigfuttermittel eingesetzt haben (Strang 1-Betriebe). Die Niederländer führen dort ebenfalls Probeschlachtungen und Tests durch. Sind diese negativ und garantiert der Betrieb, dass er kein belastetes Futter mehr verwendet, wird er frei gegeben. Belgien forderte dagegen, dass im Fall von Hormonrückständen im Fleisch sämtliche Tiere eines Bestandes getötet werden müssen. Die Niederländer setzen dagegen auf den biologischen Abbauprozess im Schwein und sprachen sich gegen Bestandstötungen aus. (Mö)
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