Einigung für Ökolandbau


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Mit Ach und Krach einigten sich die EU-Agrarminister am Dienstag in Brüssel auf Grundelemente für eine neue EU-Ökoverordnung. Den meisten Stoff für Auseinandersetzungen über den Ökolandbau lieferte die Gentechnik. Die EU-Kommission schlug den gleichen Grenzwert von 0,9 Prozent für unbeabsichtigte Spuren von GVO in Ökoerzeugnissen vor, wie er für konventionelle Produkte gilt. Zahlreiche Mitgliedstaaten wünschen sich dagegen einen gesonderten Kennzeichnungsgrenzwert im Ökolandbau, der unter 0,9 Prozent liegen soll. Die Mehrheit schloss sich am Schluss der Kommissionsmeinung an.

Zweiter größerer Streitpunkt war das EU-Logo. Ab dem Inkrafttreten der neuen Verordnung müssen alle Bioerzeugnisse mit einem einheitlichen EU-Logo gekennzeichnet werden. Außerdem wird es grobe Anhaltspunkte über die Herkunft der Ware geben. Zunächst wird zwischen "EU-Landwirtschaft" und bei Importen "Nicht-EU-Landwirtschaft" unterschieden. Kommt das Produkt aus einem EU-Mitgliedstaat, darf auch dieser im EU-Logo genannt werden. Neben dem EU-Logo dürfen zusätzlich die bisher eingeführten Biosiegel verwendet werden. (Mö)

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