1

Im kleinen Kreise haben sich vergangene Woche in Genf fünf bedeutende WTO-Mitgliedstaaten auf eine Formel für die Einfuhrzölle geeinigt. Die Länder mit hohen Importzöllen haben danach kaum noch die Möglichkeit, ihre Zölle "schönzurechnen". Die Schweiz, die nicht dabei war, erklärte am Montag in Genf, sie sei nicht bereit, das Verhandlungsergebnis der großen Fünf anzunehmen. Ginge es bei den WTO-Verhandlungen allein nach dem Willen der USA, der EU, Australiens, Brasiliens und Indiens, wäre die lange diskutierte Umrechnung von pauschalen Einfuhrzöllen in Wertzölle gelöst, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst. Die sogenannten FIPs (five interested partys) haben sich vergangene Woche in Genf darüber verständigt, wie die Weltmarktpreise von Agrargütern berechnet werden sollen. Drei Viertel des Weltmarktpreises soll danach aus UNO-Statistiken hervorgehen. Zu einem Viertel dürfen die WTO-Mitgliedstaaten ihre jeweiligen Besonderheiten einfließen lassen und ihre bezahlten Einfuhrpreise zur Berechnung des Weltmarktpreises heranziehen. (Mö)
stats