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Die Tschechische Republik und die EU konnten sich überraschend schnell über die Möglichkeit des Landkaufs nach einem Beitritt verständigen. Danach wird der Tschechischen Republik eine Übergangsfrist von sieben Jahren eingeräumt. Erst anschließend dürfen Einwohner der alten EU 15 ohne Erstwohnsitz in der Tschechischen Republik dort Ackerflächen und Weideland erwerben. Ursprünglich hatte die Prager Regierung eine Übergangsfrist von zehn Jahren gefordert, um den Ausverkauf ihres Ackerlandes wegen der unterschiedlichen Immobilienpreise zu vermeiden. Das Kapitel "freier Kapitalverkehr" konnte damit geschlossen werden. Auch französische Bedenken, man könne nicht über den Landkauf verhandeln, ohne zuvor über die Agrarpolitik gesprochen zu haben, wurden ausgeräumt. Frankreich gab sich mit dem Hinweis zufrieden, kein Verhandlungskapitel sei endgültig geschlossen, bevor nicht in sämtlichen Fragen Einigkeit erzielt wurde. (Mö)
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