Abschluss

Einigung zum Rübenpreis im Norden


Der Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer e.V. (DNZ) und die Nordzucker AG haben sich auf die Vertragsbedingungen zur Lieferung von Zuckerrüben ab dem Anbaujahr 2017 verständigt. Nordzucker bietet künftig allen bisherigen Rübenanbauern neben einem Einjahresvertrag mit zwei Preismodellen auch einen Dreijahresvertrag an.

Flexible Preismodelle

Neben einem Festpreis von 29 €/t inklusive Nebenleistungen kann der Rübenanbauer auch den variablen Rübenpreis in Abhängigkeit vom Zuckererlös wählen. Bei einem Zuckerpreis von 425 €/t liegt dieser bei 30,17 €/t Rübe und erreicht bei 450 €/t Zucker ein Niveau von 31,90 €/t. Zusätzlich wird ein Dreijahresvertrag zum Festpreis von 31 €/t Rüben angeboten. Alle Preisangaben basieren auf dem fünfjährigen Nordzucker-Durchschnitt für den Zuckergehalt von 17,9 Prozent sowie einer Rübenmarkvergütung von 3 € und einem durchschnittlichen Ausgleich für Früh- und Spätlieferung von 1,30 €/t Rüben.

Wettbewerbsfähigkeit und Lieferstabilität

„Mit den erzielten Preisabschlüssen liegen wir auf einem niedrigeren Niveau als wir es bisher gewohnt waren. Dennoch kann sich unser Verhandlungskompromiss im Vergleich zu den Angeboten anderer Zuckerunternehmen in Europa sehen lassen“, kommentiert DNZ-Verhandlungsführer Hans-Heinrich Philipps das Ergebnis. Auch Nordzucker-Agrarvorstand Dr. Lars Gorissen blickt zuversichtlich nach vorne: „Die neuen, flexiblen Vertragssysteme sichern die Wettbewerbsfähigkeit des Rübenanbaus, gewährleisten die notwendige Lieferstabilität und bieten unseren Anbauern attraktive Konditionen. Das ist ein gemeinsamer Erfolg, der die starke Partnerschaft zwischen uns und unseren Anbauern untermauert.“

Zuckermarkt aktiv gestalten

Ab 2017 entfallen die bisher von der EU verordneten Vermarktungsquoten für die Zuckerunternehmen und der Rübenmindestpreis für die Landwirte. Auf Grundlage der neuen Rechtsvorschriften müssen alle Liefer- und Zahlungsbedingungen zwischen Zuckerfabriken und Anbauerverbänden ausgehandelt werden. Bereits seit eineinhalb Jahren sind die Zuckerpreise auf dem europäischen Binnenmarkt stark unter Druck. Für die Zeit ab 2017 ist mit einem nochmals verschärften Wettbewerb zu rechnen.

Die rund 7.000 Zuckerrübenanbauer erhalten in Kürze detaillierte und umfassende Informationen zu den Vertragsmodalitäten. Ab 30. Mai 2016 kann dann der Vertrag im AgriPortal gezeichnet werden. Dort können dann auch die Vertragsmengen auf die verschiedenen Preismodelle aufgeteilt werden. (da)
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