Einkommenszuwachs in der EU gebremst


Die landwirtschaftlichen Einkommen sind in diesem Jahr durchschnittlich nur um 1 Prozent angestiegen. Einige EU-Mitgliedstaaten schneiden aber deutlich besser ab.

EU-weit wurde der Einkommenszuwachs deutlich gebremst, meldete das Statistische Amt der Europäischen Union am Mittwoch in Luxemburg. Immerhin verdienten die Landwirte 2011 noch 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Der diesjährige Zuwachs von lediglich 1 Prozent stellt sich ganz unterschiedlich dar. Die belgischen Landwirte verdienten 2012 30 Prozent mehr als im Vorjahr. In den Niederlanden gab es einen Anstieg von  15 Prozent, in Litauen 13 Prozent und in Deutschland von 12 Prozent.

Der Rückgang der Einkommen war in Rumänien mit 16 Prozent besonders stark. In Slowenien und Ungarn sanken die Einkommen um 15 Prozent, in Österreich um 10 Prozent. Eurostat hält fest, dass der Wert der Erzeugung um 1,8 Prozent über dem Vorjahr liegt, wohingegen Landwirte für Betriebsmittel 1,6 Prozent mehr hinlegen mussten.

Die Getreidepreise sind um 9,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr angezogen, die Preise
für Ölsaaten um 8,8 Prozent. Da die erzeugten Volumen für Getreide um 7,3 Prozent und für Ölsaaten um 7,9 Prozent fielen, nutzte der Preisanstieg den Landwirten im Durchschnitt nicht viel.

Die Eierpreise zogen gegenüber 2011 um 36 Prozent an, die Schweinepreise um 10 Prozent und die Rindfleischpreise um 8,5 Prozent. Nur die Milchpreise fielen um 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei den tierischen Erzeugnissen ging das Volumen kaum zurück, so dass der EU-Durchschnittserzeuger ein Plus von 3,8 Prozent im Stall machte.

Allerdings stiegen die auch die Preise für Futtermittel um 3,7 Prozent. Für Düngemittel und Energie mussten Landwirte über 6 Prozent mehr bezahlen. (Mö)           
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