Das Land Brandenburg will Oberflächengewässer sauber halten. Beim Überschreiten von Grenzwerten drohen strenge Maßnahmen. Erhöhte Werte von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen in Oberflächengewässern in der Uckermark veranlassen den Pflanzenschutzdienst in Brandenburg, zu reagieren. Auf Grund der topografischen Verhältnisse gehört die eiszeitlich geprägte Hügellandschaft der Uckermark mit ihren vielen kleinen abflusslosen Gewässern zu den Schwerpunkten. Bei insgesamt 14 beprobten Oberflächengewässern wurden im Sommer in mehreren Fällen Pflanzenschutzmittelwirkstoffe nachgewiesen. Landwirte als Verursacher der Einträge müssen beispielsweise einen zusätzlichen Schutzstreifen um das Gewässer anlegen.

Um die Einträge von Nitrat und Pflanzenschutzmittel in das Oberflächengewässer künftig zu reduzieren, setzt der Pflanzenschutzdienst nun verstärkt auf Aufklärung. So werden mit den Landwirten Schulungen durchgeführt.

Zusätzlich wurde das Faltblatt „Ackerbauliche Bodennutzung bei starker Hangneigung" Empfehlungen zur Vorbeugung von Pflanzenschutzmittel- und Nährstoffeinträgen in Oberflächengewässer" erstellt, das neben den Rechtsvorschriften auch Hinweise zur Bewirtschaftung von Flächen mit starker Hangneigung zu Kleingewässern gibt. Dabei geht es unter anderem um die Bodenbearbeitungs- und Anbautechniken wie die konservierenden Bodenbearbeitungen im Mulch- und Direktsaatverfahren, den Zwischenfruchtanbau oder der Schlagteilung zur Verringerung der Hanglängen. (az)
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