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Mit einem neuartigen Verfahren will die Agrargenossenschaft Groß Lüben bei Bad Wilsnack (Brandenburg) die Geruchsemission durch Gülle um 90 Prozent reduzieren. Von den 1.800 Schweinemastplätzen und den 140 Kuhplätzen der Genossenschaft fallen pro Jahr rund 6.000 cbm Gülle an, die im Frühjahr und Herbst auf Pachtflächen ausgebracht wird. Dezimiert werden soll der Geruch durch die Beigabe einer Gülle-Präparationslösung, deren wirksamer Bestandteil Eisen-2- Chlorid ist. Erfunden wurde das Verfahren durch Adolf Lukeneder aus dem bayerischen Wandersleben. Laut Lukeneder werden die Güllebestandteile Schwefelwasserstoff und Ammoniak durch die Lösung gebunden und entweichen dadurch nicht mehr in die Luft. Sie gelangen als Dünger in den Boden, so dass sich als zusätzlicher Effekt die Einsparung von Mineraldünger ergibt. Das neue Mittel kann als einprozentige Zugabe in die Gülle-Lagerbehälter gemischt werden. Es lasse sich aber auch direkt im Stall einsetzen, schreibt "Der Prignitzer". (Bm)
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