Die deutsche Anbaufläche von Erbsen, Bohnen, Lupinen und Sojabohnen soll kräftig wachsen. Bauernverband und Pflanzenzüchter fordern mehr gezielte Forschung und agrarpolitische Förderung. Beide Verbände haben gemeinsam mit der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (Ufop) eine Strategie ausformuliert, wie innerhalb der nächsten 15 Jahre der Anbau von Eiweißpflanzen vorangetrieben werden kann.

Die Wertschöpfungskette von der Pflanzenzüchtung über die Beratung bis hin zur Futtermittelindustrie müsse gemeinsam die nationale Eiweißstrategie tragen. Im vorigen Jahr wurden noch auf knapp 100.000 ha vor allem Erbsen, Ackerbohnen und Süßlupinen angebaut. Dies sei nur noch ein Drittel der Fläche, die 1998 mit Eiweißpflanzen bestellt wurde. Bevor der Anbau von Eiweißpflanzen allerdings mit anderen Ackerkulturen konkurrieren könne, seien Anreize im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik notwendig, wie auch die Stärkung der Züchtungsforschung oder die Entwicklung der Wertschöpfungskette. (az)
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