Russland-Embargo

Ekosem sieht Sanktionen als Chance

Die Ekosem-Agrar GmbH, deutsche Holdinggesellschaft der auf Milchproduktion in Russland ausgerichteten Unternehmensgruppe Ekoniva, setzt ihren soliden Wachstumskurs fort. Der eigenen Angaben zufolge größte europäische Rohmilcherzeuger hat per Ende Juni 2014 die Milchkuhherde im Vergleich zum 30. Juni des Vorjahres um mehr als 23 Prozent auf 20.800 Tiere erweitert. Die gesamte Rinderherde habe um mehr als 20 Prozent auf 49.450 Tiere zugelegt.

Die Milchleistung nahm den Angaben zufolge „deutlich überproportional" zu. Ende Juni 2014 wurden 450 t pro Tag erzielt, ein Jahr zuvor waren es noch 345 t. Die Effizienz - gemessen an der Milchleistung pro Kuh - konnte im Jahresvergleich um knapp 2,0 auf 25,3 Liter pro Tag gesteigert werden.

Stefan Dürr, Geschäftsführer und Hauptgesellschafter der Ekosem-Agrar GmbH: „Die gegenseitigen Sanktionen führen zu nichts und richten auf beiden Seiten Schaden an. Auch wenn für uns als lokaler Produzent die Auswirkungen klar positiv sind, hoffe ich, dass sich alle Beteiligten schnellstmöglich an einen Tisch setzen und der Sanktionsspirale ein Ende setzen."

Seiner Einschätzung zufolge braucht Russland mehr Rohmilch, um den inländischen Bedarf zu decken. Die aktuelle Unterversorgung entspreche der Leistung von rund 1 Million Milchkühen. Aufgrund der aktuellen Situation im Land und der weltweit hohen Nachfrage befinde sich der Rohmilchpreis der Unternehmensgruppe in Russland mit umgerechnet 47,00 (Juni 2013: 41,50) Cent/Liter „stabil auf sehr hohem Niveau". (Sz)
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