Russlandgeschäft

Ekosem sucht Aufschub bei Gläubigern


Die Betriebsleistung (Umsatz zuzüglich des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen, biologischen Vermögenswerten sowie sonstigen betrieblichen Erträgen) liegt nach vorläufigen Zahlen bei über 140 Mio. € (2014: 156,5 Mio. €). Das operative Ergebnis (EBIT) wird gemäß vorläufiger Zahlen zwischen 35 und 40 Mio. € liegen (2014: 44,5 Mio. €).

Bei den operativen Kennzahlen legte Ekosem-Agrar zu. Die Milchkuhherde in Russland vergrößerte sich um 14 Prozent auf 25.000 Tiere und die jährliche Milchleistung wuchs um 17 Prozent auf 180.000 t. Die Umsatzerlöse auf Euro-Basis lagen laut vorläufigem Ergebnis mit rund 100 Mio. € auf Vorjahresniveau. Währungsbereinigt, also auf Basis des durchschnittlichen Rubelkurses der Vorjahresperiode, erhöhte sich der Umsatz vor allem wegen des gestiegenen Milch-Outputs um mehr als 30 Prozent, berichtet das Unternehmen. „Unsere Ertragszahlen zeigen, dass wir auch in Zeiten weltweiter Tiefststände beim Milchpreis, Rekordtiefs beim Rubelkurs und schwieriger Finanzierungsbedingungen in Russland sehr ordentliche Ergebnisse erreichen“, so Stefan Dürr, Hauptgesellschafter und Geschäftsführer der Ekosem-Agrar GmbH.

Das Unternehmen ruft zudem zur Teilnahme an den Anleihegläubigerabstimmungen am 16. und 17. März 2016 auf. Ekosem ist dabei, seine Verbindlickeiten zu restrukturieren. Es will seine Gläubiger überzeugen, zwei Anleihen, die eigentlich 2017 und 2018 fällig werden, jeweils vier Jahre später zurückzuzahlen. Das Treffen im März wird notwendig, weil in der ersten Entscheidungsrunde im Februar laut Ekosem das notwendige Quorum verfehlt wurde. (mrs)






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