Russland-Krise

Ekotechnika muss erneut abstimmen


In einer 1. Abstimmung ohne Versammlung haben wertmäßig weniger als 50 Prozent der Gläubiger der Ekotechnik-Anleihe 2013/18 abgestimmt. Damit lag für dieses Votum vor Ostern keine Beschlussfähigkeit vor, teilte die Geschäftsführung der Ekotechnika GmbH vor Ostern mit.

An der Abstimmung vom 30. März (0:00 Uhr) bis zum 2. April (8:00 Uhr) nahmen
nach Angaben der deutschen Holding des Händlers internationaler Landtechnik in Russland Anleihegläubiger teil, die Schuldverschreibungen in Höhe von 3,513 Mio. € vertreten. Das entspricht 5,855 Prozent der ausstehenden Schuldverschreibungen im Gesamtnennwert von 60 Mio. €. Aus diesem Grund wird Ekotechnika eine zweite Gläubigerabstimmung einberufen. Sie wird zum Zwecke der erneuten Beschlussfassung am 6. Mai 2015 in Walldorf stattfinden.

Voraussichtlich Mitte April wird das Sanierungsgutachten für das Unternehmen fertiggestellt sein. Außerdem kündigt die Gesellschaft an, in diesem Zeitraum weitere Informationen über die wirtschaftliche Entwicklung bekanntzugeben.

Im Zusammenhang mit dem Ukraine-Russland-Konflikt ist das Unternehmen in schwieriges Fahrwasser geraten. Spiegelbild dessen sind die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2013/14 , die Ekoniva Anfang März präsentierte. Das Unternehmen weist zum Ende der Saison 2013/14 vorläufige Schulden von etwa 50 Mio. € aus. Die Geschäftsleitung hat ein umfassendes Restrukturierungskonzept vorgelegt. (Sz)
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