Großflächig sind weniger als 60 Prozent der durchschnittlichen Regenmenge gefallen.
-- , Quelle: FAO News
Großflächig sind weniger als 60 Prozent der durchschnittlichen Regenmenge gefallen.

Das derzeitige El-Nino-Phänomen wird von Experten der Welternährungsorganisation FAO in seiner Stärke mit dem von 1997/98 verglichen. Allerdings weisen die Experten darauf hin, dass die regionalen Auswirkungen auf die Ernte von weiteren klimatischen Unregelmäßigkeiten beeinflusst werden. Man dürfe keineswegs von einem linearen Zusammenhang ausgehen. Die zusätzlichen Verschiebungen von Wetterextremen durch den Klimawandel kommen hinzu.

Im südlichen Osten Afrikas sind im Januar schlechte Ernten eingefahren worden. In der zurückliegenden Wachstumssaison haben sich die Niederschläge um bis zu 50 Tage verspätet und sind auch weit spärlicher ausgefallen als notwendig. Das gilt für Südafrika, Äthiopien und Eritrea. Zudem sind in der Region aus der mageren Ernte 2015 die Lager nur unzureichend gefüllt.

Für das Horn von Afrika werden extreme Regenfälle mit Überflutungen für die zweite Jahreshälfte erwartet. Insbesondere in Somalia, dem Süd-Sudan und weiten Teilen Kenias könnten überdurchschnittliche Niederschläge fallen. Die Folgen wären Erosion und vermehrtes Seuchengeschehen. (brs)
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