Deutsche Saatveredelung

Elektronenbehandlung für Maissaatgut

Gerade während des Keimens können junge Maispflanzen von einer Reihe samenbürtiger Krankheiten, wie verschiedenen Fusariumgattungen, aber auch Bakterien und Viren befallen werden. Der gesamte Befallskomplex kann zu Wachstumsbeeinträchtigungen sowie verschlechterter Triebkraft führen, was bei ökologischem Saatgut ein besonders großes Problem darstellt.

Zum einen ist ökologisches Saatgut durch die Produktion schon verstärkt mit samenbürtigen Pilzen befallen und zum anderen ist der Keimling im ökologischen Landbau weniger geschützt, da es keinen Beizhof gibt. Deshalb ist es umso wichtiger, dass er schnell den Boden verlässt und eine möglichst große Triebkraft besitzt.

Bei der Elektronenbehandlung werden die Saatgutkörner mit Elektronen beschossen, die alle Pathogene auf und in der Samenschale zerstören, teilt die Deutsche Saatveredelung (DSV) mit. Die volle Keimfähigkeit des Saatguts bleibe dabei erhalten. Gerade für den ökologischen Landbau würden sich durch diese Behandlung große Chancen bieten, die Anbausicherheit bei Mais zu erhöhen, so die DSV.

Durch den Verzicht auf chemische Mittel ergebe sich eine sehr hohe Anwenderfreundlichkeit und auch ein Überlager der Maissorten ist kein Problem. Zudem würden Nützlinge im Boden geschützt.

Die DSV bietet die Elektronenbehandlung bei ökologisch erzeugtem Saatgut für die Sorten JOY (ca. S 150 / ca. K 150), CATHY (S 210 / ca. K 220), MOVANNA (S 220/ ca. K 220), LIPRIMUS (S 240 / K 210), LIBERATOR (ca. S 240/ K 240) und DANUBIO (S 270 / ca. K 240) an. Im konventionellen Bereich steht das Verfahren für die Sorten CATHY und DANUBIO zur Verfügung. (az)
stats