Die "Elektronische Nase", die Ebergerüche aufspürt, ist zwar im Versuch erfolgreich. Unter Praxisbedingungen ist sie nicht zuverlässig genug. In Schlachthöfen gebe es „ungeheuer vielfältige Geruchskomponenten", erklärte der Veterinärexperte Prof. Karl Heinritzi von der Universität München heute während einer Fachpressekonferenz des Unternehmens Boehringer Vetmedica. Nur unter Testbedingungen bringe die "Elektronische Nase" relativ zuverlässige Ergebnisse. Außerdem wies Heinritzi auf den Zeitaufwand zur Untersuchung eines Schlachtkörpers von mindestens drei Minuten hin. Damit sei der Einsatz unter Praxisbedingungen in einem Schlachthof gegenwärtig  ausgeschlossen, betonte Heinritzi.

In der Schweiz, wo das Verfahren in der Vergangenheit sehr stark unterstützt und federführend entwickelt wurde, habe sich die Fleischwirtschaft vom Einsatz der "Elektronischen Nase" zurückgezogen, so Heinritzi. (jst) 

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