Molkereikonzern

Emmi setzt auf internationales Wachstum

Emmi steigert 2016 den Konzernumsatz um 1,4 Prozent auf 3,26 Mrd. CHF. Organisch – also währungs- und akquisitionsbereinigt – bilanziert Emmi einen Rückgang um 1 Prozent. Ursache dafür seien geringere Umsätze in der Schweiz und Einbußen in der Division Europa, teilt das Unternehmen mit. Wachsen konnte Emmi dagegen in der Division Americas.

Mehr Umsatz mit Markenprodukten

In der Schweiz leidet Emmi unter dem unverändert starken Einkaufstourismus. Der Anteil der Schweiz am Gesamtumsatz ist im vergangenen Jahr um 3 Prozent am 53 Prozent gesunken.

Investitionen in Nischenmärkte

Das internationale Geschäft hat Emmi durch Übernahmen in Kanada, den USA, den Niederlanden und Chile ausgebaut. „Die Aufbauarbeit in Nischenmärkten wie Bio- und Ziegenmilchprodukte, die Stützung der Markenplattformen sowie diverse Akquisitionen aus jüngerer Zeit dürften unsere Umsätze künftig günstig beeinflussen", erwartet CEO Urs Riedener.

Europageschäft enttäuscht

Die Division Americas (USA, Kanada, Chile, Spanien, Frankreich, Tunesien) wuchs Dank der Zukäufe um 8,5 Prozent auf 866 Mio. CHF. Auch bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte konnte ein Plus von 2,8 Prozent erwirtschaftet werden.

In der Division Europa stieg der Umsatz um 6,6 Prozent auf 487 Mio. CHF. Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte, ein Minus von 0,2 Prozent. Damit seien die Erwartungen von Emmi, ein Wachstum von 1 bis 3 Prozent, nicht erreicht worden. Gründe dafür seien Rückgänge beim Käseabsatz und das schwache Britische Pfund gewesen.

Gewinnprognose unverändert

Die Höhe des Gewinns wird Emmi bei der Vorstellung der Geschäftszahlen am 22. März 2017 bekannt geben. Dann soll auch ein Ausblick auf die Umsatz- und Reingewinnerwartungen für 2017 gegeben werden. Vorerst hält Emmi an der bisherigen Gewinnprognose für 2016 fest, die bei 185 bis 195 Mio. CHF liegt. (SB)
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