Der größte Schweizer Milchverarbeiter hat im ersten Halbjahr einen bereinigten Gewinn von 46,6 Mio. CHF verdient, im Vorjahreszeitraum waren es noch 45,21 Mio. CHF. Die Reingewinnmarge legte um 0,2 Prozent auf 3 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 zu. Diese besser als erwarteten Zuwächse seien hauptsächlich auf Ertragssteigerungen und Bereinigungen in den ausländischen Betrieben zurückzuführen, teilte die Molkerei am Dienstag mit.

Deshalb passe Emmi die Aussichten für das EBIT auf 170 bis 180 Mio. CHF für das Gesamtjahr 2015 an, meldet das Unternehmen. Im März 2015 ging die Molkerei noch von 150 bis 160 Mio. CHF aus.

Das Geschäft in Nord- und Südamerika, Spanien, Frankreich, Tunesien und in der Schweiz habe sich wie erwartet entwickelt, in Europa hat die Molkerei nach eigenen Angaben aufgrund des starken Schweizer Franken jedoch einen höheren Umsatzrückgang erwartet. Im ersten Halbjahr 2015 lag der Umsatz in Europa bei 1563,0 Mio. CHF, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Minus von 3,8 Prozent. „Im zweiten Halbjahr gilt es, die Umsatzrückgänge in einem vernünftigen Rahmen zu halten – vor allem in der Schweiz“, sagte Urs Riedener, Vorstandschef von Emmi. (az)
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